Die Lore

Season 2: Estrala Arc

Das Zeitalter der Splitter

Estrala ist kein strahlendes Reich mehr, sondern ein Patient am Rande des Abgrunds. Das „Zeitalter der Splitter“ ist geprägt von der Abwesenheit dessen, was einst natürlich war. Die Welt atmet schwer, und das Gleichgewicht, das einst gehalten wurde, ist nur noch eine blasse Erinnerung.

Die Drei Narben (Die Großen Kriege)

  • Der Untergang Velmhaags (vor 2460 Jahren): Der sogenannte Dämonenkrieg. Er verwüstete das Land und führte zum Blutregen und zum Aussterben der Tierarten. Es wird gemunkelt, dass die Unterwelt nicht zerstört, sondern absichtlich versiegelt wurde.
  • Das Erscheinen der 13 Helden (vor 600 Jahren): In einer Zeit der Not erhoben sich die Dreizehn, um Ordnung zu schaffen. Doch ihre „Rettung“ hinterließ fragwürdige moralische Erbschaften und versiegelte Geheimnisse, die heute als gefährliche Artefakte wieder auftauchen.
  • Der Vergessene Krieg (vor 300 Jahren): Ein Konflikt, der fast vollständig aus den Geschichtsbüchern gelöscht wurde. Fraktionen nutzen dieses Wissensvakuum heute für ihre eigenen politischen Intrigen

Im Würgegriff des Hungers

Es heißt, dass die Welt einst atmete. Die Alten erzählten von Wäldern, in denen Tiere sprangen, und von Flüssen, deren Wasser nicht nach Schwefel und Alchemie schmeckte. Doch das war vor dem Dämonenkrieg, jenem dunklen Äon vor über zweitausend Jahren, als Velmhaag zerbrach. In jenen Tagen weinte der Himmel Blut. Ein giftiger Regen legte sich über Estrala und verbrannte das Leben in den Wurzeln. Die Tiere starben zuerst, ein Massensterben, das die Welt bis heute zeichnet.
Wer heute ein Stück Leder besitzt, trägt den Wohlstand eines Königs an seinem Leib, denn Fleisch und Bein sind seltener geworden als der reinste Diamant.

Jahrhunderte des Hungers folgten, bis die Dreizehn Erhobenen erschienen.
Sie brachten Ordnung, doch sie brachten auch neue Ketten. In ihrem Kielwasser folgte der Vergessene Krieg, eine Ära so grausam, dass die Gelehrten ihre eigenen Bücher verbrannten, um die Erinnerung daran auszumerzen. Was heute als Wahrheit gilt, ist nur das, was die Mächtigen uns zu glauben erlauben.
Heute ist Estrala ein Mosaik aus zerbrochenen Träumen und eisernem Überlebenswillen.

Die Welt mag aus den Trümmern von Estrala erwacht sein, doch der Frieden ist so zerbrechlich wie ein geschliffener Kristall. Und in einer Welt, in der ein einziges Tier ein Vermögen wert ist, wiegt ein Menschenleben oft weniger als ein Sack voll Saatgut.

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